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Kreuzberg Rap gegen Mediaspree

Schon drei Jahre alt, vor vieren Jahren gefilmt, ist der X-Berg-Rap von Ari Som, der aber noch nichts von seiner Aktualität eingebüßt hat: „Was einmal Kreuzberg 36 war, heißt jetzt Investitionsraum Spree-Media.“

Zu finden ist das Musikvideo bei KanalB. Es hangelt sich entlang der Drehorte Schlesisches Tor, Yorck59, Schwarzer Kanal, Potsdamer Platz und Universal/Osthafen durch das Thema Privatisierung, macht dabei einen Schlenker nach Heiligendamm und findet zurück zur Mayday-Parade 2006, zum Bethanien und zu einer Demo gegen die hässliche Stadtumstrukturierung, während die Investoren doof dastehen, weil ihre Pläne abhanden gekommen sind und der Yuppie im Café auch mal die Torte statt auf den Tisch in die Fresse bekommt.

Was tun wenn’s brennt?

Beim Aktionstag am Samstag gab es eine Reihe von Verhaftungen. Ob die Leute auch Strafverfahren zu erwarten haben, können wir hier nicht beurteilen. Aber ein paar Tipps geben, wie damit umgegangen werden kann. Und wie wir Geld beschaffen können, um gemeinsam für Kosten der Verfahren aufzukommen. Achtet bitte auch bei euch und bei Freund_innen darauf, ob durch Polizeigewalt psychisch bedenkliche Einschüchterungen (Traumatisierungen) entstanden sind.

Gedächtnisprotokoll aufschreiben!

Erster Schritt sollte für alle sein, die verhaftet worden sind oder deren Personalien aufgenommen wurden und die ein Verfahren befürchten müssen, umgehend ein Gedächtnisprotokoll aufschreiben. Hier geht es darum, die Situation und das Geschehen rund um die angebliche Tat genauestens zu dokumentieren. Je detaillierter, um so besser. Das gilt auch für Zeug_innen von brenzlichen Situationen. Es kann einfach sein, dass ein Gerichtsverfahren erst einige oder viele Jahre später stattfindet, und dann könnt ihr euer Gedächtnis anhand des Protokolls auffrischen. Das Protokoll ist am sichersten beim EA aufgehoben (siehe unten).

Anwält_in oder EA aufsuchen?

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Nach dem Entern kommt das Versenken

…die Titanic lässt grüßen:

…gefunden bei Indymedia, genauer hier.

Einladung zu Fernprotest und Nahwiderstand

Von der Köpenicker Straße bis zum Spreeufer, zwischen dem Verdi-Klotz und der Eisfabrik befindet sich eine für Open-Air-Partys beliebte Brachfläche. Wer von der Köpi aus auf die Straße tritt, schaut direkt auf die Fläche. Obwohl das Tor zur Straße für gewöhnlich ein Stück offen steht, ist das Grundstück zur schmalen Nebenstraße hin, dem Bona-Peiser-Weg, martialisch abgesichert. Ein gut verankerter Bauzaun wird von zwei Stacheldraht-Schlangen gesäumt, eine innen, eine außen. Und es ist kein „normaler“ Stacheldraht, sondern gefährlicher NATO-Draht, der direkt neben der öffentlichen Straße herum liegt.

Nicht nur, dass wir es äußerst dreist finden, über Jahre und Jahrzehnte schöne Wiesengrundstücke einer angemessenen Nutzung durch Anwohner_innen entziehen zu wollen – die Anwendung einer derart gefährlichen Abschirmung droht auch früher oder später, Menschen oder Tiere zu verletzen. Und wer einmal in aufgespannten NATO-Draht gerät, kommt da nicht so schnell wieder heraus: Die Widerhaken und die scharfen Klingen können sich tief ins Fleisch einschneiden. Genau deswegen wird dieser spezielle Draht üblicherweise nur auf der Zaunkrone oder hinter Zäunen verlegt – obwohl auch hiergegen bereits erfolgreich vorgegangen worden ist.

„Nehmt dit Zeuch da wech!“

Es gibt zwei Wege, mit diesem Problem umzugehen: Den Zaun auf eigene Faust demontieren oder das Ordnungsamt des Bezirks auffordern, diese „Gefahr für die öffentliche Sicherheit“ (siehe § 3 Abs. 1 der Landesbauordnung Berlin) entfernen zu lassen. Der erste Weg bleibt jeder und jedem selbst überlassen, da wollen wir euch nicht reinreden. Für den zweiten Weg können wir ein vorformuliertes Anschreiben an den Bezirk anbieten (als PDF/DOC/ODT/RTF-Dokument).

Im Fall der Umsetzung per direkter Aktion wären wir über fotografische Dokumente dankbar. Im anderen Fall über den Hinweis an ms-entern(ät)riseup.net, damit wir mitbekommen, wieviele Schreiben beim Bezirk eintrudeln.

Alle Infos auf einen Klick…

Hier verweisen wir auf alle Infos zum Aktionstag, die sich in einzelnen Beiträgen und Unterseiten verbergen.

Zum Konzept des Aktionstags am 5. Juni findet ihr Erbauliches hier und in einem ausführlicheren Indy-Artikel.

Los geht es um 13:30 Uhr mit den beiden Demos vom Kotti und vom Boxi, die sich auf der Oberbaumbrücke treffen werden. Zur Friedrichshainer Demo spielen Revolte Springen auf, und es gibt einen Queer Block.

Ab 14 Uhr wird es auf der Falckensteinstraße, nahe der Oberbaumbrücke eine Kundgebung mit Infoständen, Live-Musik und aktuellen Infos zum Aktionstag geben. Außerdem wird es Infopunkte an der Köpi, beim Yaam und an der Bödi9 geben. Diese Orte und viele nette Anregungen für den Aktionstag könnt ihr dem reichhaltigen Kartenmaterial entnehmen. Auf 95,2 MHz wird es ab mittags ein Aktionsradio geben, und einen Twitter-Ticker gibt es dann auch. Ihr habt selbst tolle/wichtige MS-entern-Neuigkeiten zu berichten? Dann ruft das Infotelefon unter 0157 – 87 21 07 77 an.

Ab 15 Uhr soll die eigentliche Aktionsphase mit dem Besuchen von vier Mediaspree-Bauprojekten beginnen. Wir sind gespannt, was sich die verschiedenen Grüppchen und Initiativen daneben noch so alles ausgedacht haben. Bekannt geworden sind bisher das Anlegen von Anwohner/innengärten und das Skaten im Osthafen.

Um 18 Uhr wird es dann noch eine gemeinsame, wenn auch dezentrale Aktion geben: Die Lärmdemo. Am Abend wird dann immer noch genug Zeit sein, am Spreeufer zu feiern, zu chillen und weitere Pläne für den Widerstand gegen Mediaspree und gegen steigende Mieten auszuhecken.

Twitter und Infodraht zum Aktionsradio

Am Aktionstag werden jede Menge Infos in unserer kleinen, aber feinen Infostruktur zusammenlaufen. Weil wir aber nicht alles selbst mitbekommen werden, sind wir auch auf Anrufe angewiesen. Unter der Nummer 0157 – 87 21 07 77 könnt ihr uns Neuigkeiten zukommen lassen, die wir dann nach Möglichkeit noch überprüfen werden.

Alle Infos werden dann an den Infopunkte, über das Aktionsradio auf UKW 95,2 MHz und über Twitter auf twitter.com/msentern veröffentlicht.

Auf diese Weise haben hoffentlich viele aktive Leute die Möglichkeit, mitzubekommen, was im doch recht weitläufigen Spreeraum so alles passiert. Das beste wird aber weiterhin sein, dass ihr auch auf der Straße anderen Leuten weiter erzählt, was ihr mitbekommen habt.

„Stadt für Alle!“ – Keine Privatisierung am Spreeufer!

Mediaspree entern! ist Teil eines Bündnisses, das am vergangenen Donnerstag das Motto „Stadt für Alle!“ als verbindendes Element verschiedener stadtpolitischer Initiatven vorstellte, die allesamt gegen die Privatisierung städtischen Eigentums protestieren. Mit dabei sind auch Reclaim Tempelhof und Lifo übernehmen, wobei letztere Initiative sich kritisch mit der Privatisierungspolitik des Berliner Liegenschaftsfonds auseinandersetzt. Mehr zu „Stadt für Alle!“ könnt ihr bei einem Bericht auf dem Mietenstopp-Blog finden.

Plakatentwürfe fertig

Die ersten Plakatentwürfe für den Aktionstag sind fertig.
Hier findet ihr sie als Kopiervorlage in pdf.
Die Plakate werden nächste Woche gedruckt sein und die ersten daraufhin bald in den Straßen hängen.

Selber machen statt Planer_in werden

Bisschen pathetisch vielleicht, aber da lag es nicht nur nahe, an die übliche Planer_innen- und Politiker_innen-Krankheit zu denken, sich und die eigenen Ideen nach einer Weile für den Nabel der Welt zu halten, sondern auch die Geschichte von Media Spree und von Mediaspree versenken.

Oder auch direkt bei Youtube: The Turn: A Fable

Schnauze voll von Investorenlandschaften

Schon fast zwei Jahre alt, aber immer noch genauso aktuell: Das geniale Animationsfilmchen von Pappsatt, damals als Wahlwerbung zum Bürger_innenentscheid gebastelt:

…oder direkt bei vimeo anschauen.