Redebeitrag auf der Liebig 14-Demo

Auf der kraftvollen Solidaritätsdemonstration für die Liebig 14 am Samstag hielt auch „Mediaspree entern“ einen Redebeitrag:

Finger weg - Liebig 14 bleibt RisikokapitalDie Liebig 14 soll geräumt werden, die Mieten steigen und bei Mediaspree wird weiter gebaut. Die Stadt verändert sich in nur eine Richtung, es hat sich alles der einen Anforderung unterzuordnen: Mehr Profit.

Die Interessen und Wünsche der Anwohner_innen und Mieter_innen werden bei der neoliberalen Stadtumstrukturierung konsequent missachtet. So gab es am Spreeufer einen Bürger_innen-Entscheid der sich mit 87 Prozent gegen die unsoziale und kommerzielle Bebauung aussprach.

Trotzdem wurde im letzten Jahr das Vier-Sterne-Luxushotel „nhow“ eröffnet und trotzdem laufen die Planungen auf allen Grundstücken munter weiter. Die Bar 25 hat ihr Gelände schon verlassen, das Maria muss bald folgen und die Kühlhäuser der Eisfabrik wurde abgerissen. Auf dem Gelände des Kiki Blofeld will nun eine Baugruppe exklusives Wohnen verwirklichen.

Gebaut werden sollen also entweder schicke Bürogebäude oder Luxuslofts. Wir aber fordern endlich eine soziale Nutzung des Spreeufers für alle und nicht nur für die wenigen, die sich eine Eigentumswohnung leisten können.
Und dieses Interesse müssen wir gegen eine ignorante Politik durchsetzen, die nur einer Strategie folgt: Investoren umgarnen, Widerstand niederschlagen.

Gestern lobte Bürgermeister Wowereit die steigenden Mieten, weil sie zeigen, dass es der Wirtschaft in Berlin gut geht. Die herrschende Politik hat die neoliberale Stadtumstrukturierung, die Verdrängung von Menschen mit geringen Einkommen und die totale Durchsetzung von Markt und Wert in der Stadt erst möglich gemacht. Und setzt diese Politik notfalls auch mit Tausenden Polizisten gewaltsam gegen Widerstand durch.

Dieser Entwicklung muss ein Organisierungsprozess von unten entgegengesetzt werden. Wir müssen der gewaltsamen Politik des Senats die entsprechende Antwort geben.

Mediaspree versenken!
Liebig 14 verteidigen!