Aufruf zur nhow-Demo am 27.11.

Samstag, 27. November
15 Uhr Boxhagener Platz

Elevate your stay.

Mit diesem Motto wirbt das frische erbaute nhow-Luxushotel für sein Angebot. Während sich einige wenige über die anderen erheben (elevate) können, in ihrer Luxussuite genüsslich Champagner schlürfen, geht draußen der ganz alltägliche kapitalistische Wahnsinn weiter.

Die gering bezahlten Reinigungskräfte oder die wegen der feindlichen Umgebung notwendigen Securitys müssen sogar noch froh sein, dass die kapitalistische Ökonomie ihnen einen Arbeitsplatz geschenkt hat. Die Anwohner_innen in den angrenzenden Kiezen dürfen sich derweil über rasant steigende Mieten freuen. Die Miete verbraucht einen immer größeren Anteil unseres Einkommens und zwingt uns teilweise dazu, unser vertrautes Wohnumfeld zu verlassen.

Dagegen kosten die Zimmer in dem neuen Megabunker zwischen 170 und 2500 Euro pro Nacht. Die Reichen dürfen dort in einer hippen Designumgebung hausen, die anderen müssen draußen bleiben. Das macht deutlich: Das Interesse der nh-Gruppe, Profit zu machen, setzt sich in der kapitalistischen Stadt eher durch als der Wunsch der Menschen mit geringerem Einkommen nach Bedürfnisbefriedigung.

Uns geht die nh-Gruppe am Arsch vorbei, wir wollen ins nhow-Hotel einziehen und zwar sofort !

Yeah, yeah, yeah Mediaspree !

Dieser Ausdruck der Arroganz namens Hotel steht am Spreeufer. Eigentlich gab es einen Bürger_innen-Entscheid, der beschlossen hat, dass zukünftige Bauprojekte einen Mindestabstand zum Ufer haben sollen. Der Senat hat aber angekündigt, die Interessen der Investoren durchzusetzen. Das wäre aber auch einfach zu krass, wenn plötzlich die Betroffenen selbst entscheiden könnten, was gebaut wird und was nicht.

Die Eisfabrik wird gerade abgerissen, die Bar25 hat ihre Location verlassen und Hochtief baut seine Konzernzentrale. Die neoliberale Stadtumstrukturierung zeigt also so richtig, was sie drauf hat am Spreeufer.

Ebenfalls mächtig freuen können sich Hausbesitzer_innen: Sie können immer mehr Profit aus den Mieten ziehen.

Be part of the game.

Die Parteien unterstützen diese Entwicklung und versuchen Berlin mit dem Prestigeobjekt „Mediaspree“ als Investitionsstandort zu positionieren.

Da bleibt uns dann doch nichts anderes übrig, als uns zu organisieren, uns gemeinsam gegen diese alltägliche Zumutungen von Mieterhöhung und Betonpalästen zu wehren. Denn Berlin ist nicht nur „Fashion, Style und Hype“, sondern auch eine Stadt, in der Menschen für ein schönes Leben für alle kämpfen.

Auf gute Nachbarschaft ! – Salz und Pfeffer für Luxustouristen ! – Stadt für alle !


1 Antwort auf „Aufruf zur nhow-Demo am 27.11.“


  1. 1 Tour durch Privatisierung und Umstrukturierung « Berlin von unten! Aktionstag 18. September Pingback am 18. September 2011 um 4:12 Uhr
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