Pressemitteilung vom 27. November, abends
Am Samstag nachmittag demonstrierten rund 400 Personen gegen die Eröffnung des nhow-Luxushotels, gegen die kommerzielle Umstrukturierung der Spreeufer und in Folge dessen steigende Mieten sowie für ein Spreeufer für alle.
Die Demonstration zog ab 15 Uhr vom Boxhagener Platz aus am Friedrichshainer Bezirksamt vorbei und durch den Rudolfkiez zum Osthafen, wo sich das neue Hotel befindet. Kritisiert wurde von den Veranstalter_innen des Aktionsbündnisses „mediaspree entern!“, dass der Hotelbau dem Bürger_innenentscheid „Spreeufer für Alle“ widerspreche, der für seine Forderung von 50m Baufreiheit beiderseits der Spreeufer eine 87%ige Mehrheit der abgegebenen Stimmen bekommen hatte.
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Videobericht des Forum für Nichtarbeit
Vorpresse:
Indymedia 26.11.: Protest im nhow-Luxushotel
Taz 25.11.: Protest gegen Hotelneubau am Osthafen – Ein neues Symbol der Mediaspree-Gegner
Berliner Morgenpost 24.11.: Multimedia-Lounge und Blubber-Lampen-Tresen
Berliner Zeitung 22.11.: Zimmer frei im Osthafen – die Piraten wollen einziehen
Übrigens: Uwe Rada (taz) liegt falsch damit, dass es einen Bebauungsplan für den Osthafen gebe. Dieser befindet sich zwar seit Jahren in Aufstellung, es kam aber noch nicht einmal zur formellen Bürger_innenbeteiligung. Alle Osthafen-Neubauten sind nach §34 des Baugesetzbuches zugelassen worden, jenem Paragrafen, der zuständig ist, wenn keine gültige Bauleitplanung vorliegt. Dann entscheidet einzig und allein, ob sich ein Bauprojekt nach Art und Maß der Nutzung in die Umgebung einfüge.
Und außerdem ist Carsten Joost nicht Pressesprecher von Mediaspree versenken!.
Wir haben wieder ein Presse-Handy. Unter der Nummer 0160 – 321 61 17 können Presseanfragen entgegen genommen werden. Oder, wie gehabt, per Email: ms-entern(ät)riseup.net
Hier geht’s lang am Samstag, wenn es gegen die Bebauung der Spreeufer mit exklusiven Luxusprojekten geht. Wir wollen ein Spreeufer für alle und wenden uns gegen die von Senat und Bezirk getragene Politik der kommerziellen Aufwertung, die zu steigenden Mieten im Umfeld führt.
Auftakt: Boxhagener Platz (Krossener Str./Gabriel-Max-Str.)
Route: Gabriel-Max-Str. // Boxhagener Str. // Mainzer Str. // Frankfurter Allee (Kundgebung vor Bezirksamt) // Warschauer Str. (Fahrstreifen Richtung Kreuzberg) // 180-Grad-Drehung auf Höhe Grünberger // Warschauer Str. (Fahrstreifen Richtung Frankf. Tor) // Boxhagener Str. // Simon-Dach-Str. (Kundgebung Ecke Grünberger) // Revaler Str. // Modersohnstr. (Kundgebung Ecke Am Rudolfplatz) // Corinthstr. // Persiusstr. // Bödikerstr. (Kundgebung vor Bödiker 9) // Stralauer Allee Richtung Oberbaumbrücke
Abschluss: vor dem nhow-Hotel (Stralauer Allee 3)
Das wichtigste zur Demo am Samstag gegen das nhow-Luxushotel am Spreeufer: Hier ist der Aufruf, hier der Elektroflyer, hier geht’s zur Demo-Route und hier zu Presse-Artikeln.
Damit die Spreeufer nicht zu exklusiven Luxusräumen werden und gegen die Folgen der kommerziellen Aufwertung (steigende Mieten, Ausgrenzung einkommensschwacher Leute und marginalisierter Gruppen):
Samstag, 27. November
15 Uhr ab Boxhagener Platz (Friedrichshain)
Zieht euch warm an! Aber es gibt Grund zur Hoffnung: Zum Abschluss beim nhow-Hotel wird es heiße Suppe, Punsch und Glühwein geben!
Pressemitteilung zum nhow-Hotel (22.11.2010)
Einzug ins nhow-Hotel // „Zimmer frei! – Wir ziehen ein.“ // Demonstration am Samstag
Am Montag Abend nutzte eine Gruppe engagierter Spreeufer-FreundInnen die zwar eingerichteten, aber vollkommen ausgestorbenen Räumlichkeiten des neu eröffneten nhow-Luxushotels zum symbolischen Einzug in das Gebäude.
Mit Umzugskartons in der Hand betraten sie die Hotel-Lobby an der Stralauer Allee, wo sie vom Chef des Hauses, Alexander Dürr, und einer Limonade als Gäste begrüßt wurden. Die Räumlichkeiten wurden, soweit zugänglich, besichtigt – mit Erstaunen, dass größere Teile des Gebäudes nicht nur leer stehen, sondern noch gar nicht fertig gestellt sind.
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Die MS-entern-Party am Samstag war ganz großartig, im wahrsten Sinne „Soli-Sause“. Es waren unheimlich viele Leute da, teilweise mit Schlange im Treppenhaus, vor den Klos sowieso. Wir mussten sogar reichlich viele Gutscheine für Bingo+Cocktails austeilen, da so viele waschechte Pirat_innen erschienen waren.
Nach ein bisschen Verzögerung ging das Bingo los, war auch echt lustig und spannend. Dann scharrten die Leute schon mit den Füßen, in freudiger Erwartung des Herrengedecks, die noch ein bisserl auf sich warten ließen, um die Spannung zu steigern. Als es dann los ging, hätten wir wohl auch einen drei- oder viermal so großen Raum locker füllen können. (Wird Zeit, dass in der NewYorck mal ein paar Wände eingerissen und durch verschiebbare ersetzt werden…
) Es wurden tropische Temperaturen gemeldet, und vor den Fenstern bildete sich ein See aus Kondenswasser. Die großartige Konzertstimmung trug Punkrock MC gleich weiter mit seinen schrägen, aber sehr gut tanzbaren Neuinterpretationen linker Klassiker.
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Damit wir alle auf unsere Kosten kommen: Der Aktionstag am 5. Juni hat einiges Geld gekostet, und es ist leider damit zu rechnen, dass die Repression (Ordnungs- und Strafgelder, Anwalts- und Gerichtskosten) in Folge der Polizeiübergriffe noch deutlich mehr Kohle verschlingt. Wir wollen aber auch gemeinsam einen – abgesehen von der Polizeigewalt – erfolgreichen Aktionstag feiern: Es ist uns nämlich gelungen, nach langer Abwesenheit das Thema Mediaspree wieder ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken.
Pressemitteilung
„Mediaspree entern“ wird am 27. November eine große Demonstration gegen das neue nhow-Luxushotel am Spreeufer veranstalten. 2008 stimmten 87 Prozent bei einem Bürger_innen-Entscheid in Friedrichshain-Kreuzberg für einen breiten Uferstreifen an der Spree und damit gegen das von der Politik vorangetriebene Projekt „Mediaspree“.
Diese hat sich dafür entschieden dieses Votum weitgehend zu ignorieren. Das Luxushotel „nhow“ konnte ganz ungestört gebaut werden. Während die Mieten in Berlin immer schneller steigen und viele Menschen keinen bezahlbaren Wohnraum mehr finden, eröffnet mitten in einem der betroffenen Gebiete ein weiteres Hotel. Die Zimmer kosten zwischen 170 und 2500 Euro und sind damit für die meisten Menschen unbezahlbar.
Wir lehnen Luxus für wenige ab und streben eine „Stadt für alle“ an, in der jede_r angemessen wohnen und leben kann. Die Demonstration am 27. November (15 Uhr Boxhagener Platz) steht unter dem Motto „Zimmer frei! Wir ziehen ein.“.
Samstag, 27. November
15 Uhr Boxhagener Platz
Elevate your stay.
Mit diesem Motto wirbt das frische erbaute nhow-Luxushotel für sein Angebot. Während sich einige wenige über die anderen erheben (elevate) können, in ihrer Luxussuite genüsslich Champagner schlürfen, geht draußen der ganz alltägliche kapitalistische Wahnsinn weiter.
Die gering bezahlten Reinigungskräfte oder die wegen der feindlichen Umgebung notwendigen Securitys müssen sogar noch froh sein, dass die kapitalistische Ökonomie ihnen einen Arbeitsplatz geschenkt hat. Die Anwohner_innen in den angrenzenden Kiezen dürfen sich derweil über rasant steigende Mieten freuen. Die Miete verbraucht einen immer größeren Anteil unseres Einkommens und zwingt uns teilweise dazu, unser vertrautes Wohnumfeld zu verlassen.
Dagegen kosten die Zimmer in dem neuen Megabunker zwischen 170 und 2500 Euro pro Nacht. (mehr…)