Auf zur Demo am Samstag!

Juchuu – nach dem doch recht ausführlichen Aufruf gibt es jetzt auch einen kurzen. Und die Route. Und noch einen nett bunten Elektroflyer obendrauf:

Aus einer Mauer wurden tausend Zäune. Demo am 9.10.2010

Aus einer Mauer wurden tausend Zäune

Demonstration für eine Stadt für alle.

Vor zwanzig Jahren stand die Mauer noch und trennte Berlin entlang des Spreeufers. Statt einer Mauer stehen dort jetzt tausend Zäune. Die Chance, das Spreeufer für alle Menschen zu öffnen, wurde nicht wahrgenommen. Stattdessen ist das Ufer heute weitgehend privatisiert und mit kommerziellen Objekten bebaut.

Wir als Anwohner_innen haben davon nichts, wenn O2 mit einem riesigen Schild seine Existenz bewirbt oder Labels seinen dritten Bürokomplex eröffnet.

Schlimmer noch: Wir leiden unter den steigenden Mieten und den folgenden Verdrängungen! Denn solange Stadt kapitalistisch organisiert und Wohnungen über einen Markt verteilt werden, kann es keine Stadt für alle geben.

Zäune abbauen, Hotels öffnen.

Am Spreeufer wird gerade die denkmalgeschützte Eisfabrik abgerissen, neben dem Allianz-Turm sollen weitere Carlofts für Superreiche entstehen und am Osthafen ist das nächste Projekt in Planung und dieser Klotz soll auch noch den Namen „Große Freiheit“ tragen.

Friedrichshain-Kreuzberg ist als Bezirk beliebt, die Politik und die Investoren entdecken ihn als Profitmöglichkeit. Immer mehr zahlungskräftige Besucher strömen durch die Kieze. Für die Reichsten dieser Touristen wurde das nhow-Hotel (Preis ab 170 Euro pro Nacht) gebaut und wird nun am 13. November eröffnet.

Wir fordern: Bezahlbaren Wohnraum für alle statt Luxussuites für wenige.

Beteiligt euch an den Protesten !
Schaut der Entwicklung nicht tatenlos zu !

Demonstration am Samstag, den 9. September
Auftakt: 16 Uhr Kottbusser Tor
Abschluss: nhow-Hotel, Stralauer Allee 3


Die Demo findet im Rahmen der Berlin on Sale Herbstaktionstage statt.

P.S.: Wo wir uns den Titel der Demo geliehen haben: Film bei Youtube