Archiv für September 2010

Mehr Fotos der exquisiten O2-Demo

Endlich sind auch bei Björn Kietzmann die Demo-Fotos auf Flickr eingetrudelt. Und weil sie sich recht schick machen, zeigen wir gleich mal ein paar davon hier her. (Drauf klicken macht größer.)

Alle Bildrechte liegen bei Björn Kietzmann.

Proteste gegen Aufwertung sind soziale Kämpfe

Einige bemerkenswerte Gedanken und Thesen wirft der überaus lesenswerte Artikel „Die Produktdesigner“ von Christoph Spehr im Freitag vom 2. September auf: Die Proteste gegen städtische Aufwertungsprojekte seien nicht spießig, sondern enthielten Ansätze neuer sozialer Kämpfe. Neben Proteste gegen Stuttgart21 und Hamburger Wachstumsprojekte bezieht sich Spehr ausdrücklich auch auf Mediaspree versenken. (Alle Zitate sind aus dem Artikel.)

Die Forderung der Recht-auf-Stadt-Bewegung ist simpel: Jeder Mensch soll dort wohnen bleiben können, wo er wohnt, und wie ihr Viertel baulich verändert wird, darüber sollen die Anwohner entscheiden. Das ist natürlich eine ungeheure Provokation, weil doch die Stadt nicht den Menschen gehört, die in ihr leben, sondern den Eigentümern – den Investment-Konsortien, den Konzernen, den Baugesellschaften und nicht zuletzt den Politikern, die ihre Haushalte sanieren und sich bei Investoren beliebt machen wollen.

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O2-Halle ganz klein, Protest ganz groß

Gestern hatten wir eine sehr nett gelaufene Demo gegen die doofe O2-Halle. Hat allen viel Spaß gemacht, es wurden richtig viel Parolen gerufen, auch allerhand neue waren dabei. Und am Ende gab es noch eine großartige Geburtstagszeremonie für die Halle: Erst ein Ständchen mit Luftschlangen udn Konfetti, dann wurde die Halle kurzerhand zerstört und dann auch noch angezündet. Sie brannt ab bis auf die Grundmauern – also unser Pappmodell jedenfalls.

Von diesen hochdramatischen Minuten waren noch keine Fotos im Netz zu finden, aber von der Tageslicht-Demostrecke schon: Bei PM-Cheung nämlich. Bei Indymedia gibt es einen kleinen Artikel zur Demo, bei der Taz auch einen.

Morgen sind wir wieder mit allerlei schicken Soli-T-Shirts auf dem Reiche-Kiezfest zu finden. Die Einnahmen dienen der Unterstützung bei Repressionskosten, die nach den Polizeiübergriffen am Mediaspree entern!-Aktionstag am 5. Juni anfallen.

Großdemonstration!!!

..schreibt jedenfalls heute das Neue Deutschland über die O2-World-Demo, im Rahmen eines Berichts über die Camp-Platz-Suche des Intersquat-Festivals. Naja, und was im ND steht, ist auf jeden Fall wahr, das weiß mensch ja aus der langen Geschichte dieser Zeitung ;-)

Da sind wir ja mal gespannt heute abend auf die strömenden Massen…

PS: Die Intersquatties melden neue Hoffnung nach der Besetzung – nicht etwa eines Geländes – des Büros von Franz Schulz, Bezirksbürgermeister von Friedrichshain-Kreuzberg.

PPS: Die O2-Halle soll für Freitag abend ausverkauft sein. Das Eishockey-Spiel zwischen den Berliner Eisbären und den Hannover Scorpions beginnt um 19:30 Uhr. Ein Spiel dauert inklusive der Pausen und Unterbrechungen etwa zwei bis zweieinhalb Stunden.

Demo bilingual

Zur O2-World-Demo am Freitag gibt es jetzt einen Aufruf auch auf Englisch. Die Organisator_innen der Demo wollen diese nämlich so weit wie möglich zweisprachig durchführen, da mit vielen internationalen Intersquat-Aktivist_innen gerechnet wird.

It’s O2-World’s birthday…
…and we‘re all invited to come!

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Route mit leichter Änderung

Ja, es handelt sich um eine angemeldete Demo am Freitag. Und obwohl es ein Grundrecht auf Demonstrationen gibt, muss man diese anmelden und genehmigen lassen – ja sogar sich dabei hereinreden lassen.

In diesem Fall hat die Berliner Polizei eine Routenänderung festgelegt: Wir dürfen am Ende nicht ganz bis zur O2-Halle ran, die Hedwig-Wachenheim-Straße wird uns von dem Event-Klotz trennen. Angeblich um Rettungswege freizuhalten, da an dem Abend ein Spiel der Eisbären dort stattfindet (das Eishockey-Spiel beginnt um 19:30 Uhr und wir kommen sicherlich während des Spiels an der Halle an).


Start: Revaler Straße / Libauer Straße — Simon-Dach-Straße — Kopernikusstraße — Warschauer Straße — Kundgebung vorm Liegenschaftsfonds Warschauer Straße 41/42 — Oberbaumbrücke — May-Ayim-Ufer — Kundgebung am Anleger — Bevenstraße — Skalitzer Straße — Wrangelstraße — Cuvrystraße — Kundgebung an der Cuvry-Brachfläche — Schlesische Straße — Falckensteinstraße — Kundgebung Oberbaumbrücke — Mühlenstraße — Tamara-Danz-Straße — Kundgebung Wanda-Kallenbachstraße — Ende ( = etwa 4km)

Auf zur Demo am Freitag

Es ist mal wieder Zeit, gegen Mediaspree auf die Straße zu gehen. Da kommt der zweite Geburtstag der O2-Halle doch gerade recht, zumal es auch noch der erste Tag des Intersquat-Festivals ist. Super, dachten sich die Spreepirat_innen, machen wir mal wieder was. Und so schaut die freundliche Einladung aus:

Hier (PDF)gibt es eine Kopiervorlage für die Flyer, hier die passende Rückseite und dort eine für ein kleines Plakat.

Wir können inzwischen auch schon die Route verraten, die die Organisator_innen sich vorgenommen haben: Revaler vorm RAW-Tempel – Simon-Dach – Kopernikus – Warschauer – Oberbaumbrücke – May-Ayim-Ufer – Bevenstraße – Skalitzer – Wrangel – Cuvry – Schlesische – Falckenstein – Oberbaumbrücke – Mühlenstraße – Hedwig-Wachenheim-Straße (O2-Halle).

Tag des betroffenen Denkmals

Die denkmalgeschützten Kühlhäuser der Eisfabrik in der Köpenicker Straße werden zur Zeit durch die TLG Immobilien abgerissen. Obwohl es die ältesten noch erhaltenen Hochkühlhäuser Europas sind. Den Mieter_innen im Vorderhaus der Eisfabrik wurde immer wieder deutlich gemacht, dass man sie dort weghaben will. Sie befürchten nun, bald ihre Wohnung zu verlieren und trauen der TLG jenseits eines halbwegs fairen Umgangs so einiges zu, um den Verbleib in den Wohnungen so ungemütlich wie möglich zu machen.

Am 11./12. September ist wieder Tag des offenen Denkmals. Auch die Initiative zum Erhalt der Eisfabrik ist mit dabei. Weil die TLG den Zugang zum Gelände verweigert, gibt es eine Ausstellung zur Geschichte der Eisfabrik vor dem Wohnhaus in der Köpenicker Straße 40/41, an beiden Tagen zwischen 9 und 17 Uhr. Leute der Initiative werden dort sein und Rede und Antwort stehen können.