Archiv für August 2010

Du machst die Stadt kaputt!


Hey, das is doch die Seifenfabrik, wo die ihren Dreh zu laufen haben! „Bauarbeiter stürb“ heißter, geht auch ganz gut ab, aber wieso denn den Investorenscheiß auf die mies bezahlten Bauarbeiter schieben? Nee, die sollen ihren Lohn mal schön auf der Baustelle aufbessern – wird ja immer Baumaterial gebraucht überall. Wenn hier einer die Stadt kaputt macht, denn die Politiker und die Investoren, die das alles haben wollen und von profitieren.

Wir sind alle eingeladen! (Teil 2)

Am 10. September jährt sich die Eröffnung der O2-Halle zum zweiten Mal. Und weil gleichzeitig auch noch das Intersquat-Festival losgeht, organisieren die Spreepirat_innen eine abendliche Demo: Von Friedrichshain über Kreuzberg bis zur O2-Halle. Hier ist der Aufruf:

Unsere schöne O2-World hat Geburtstag…

Vor zwei Jahren, am 10.9.2008 wurde die O2-World eröffnet. Was als pompöse Feier geplant war, endete im Desaster: Zu dem angekündigten „Volksfest“ vor der Halle erschien nahezu niemand, dafür war der Protest überwältigend. Viele Ehrengäste hatten Probleme, die Halle zu erreichen, dafür kamen sogar einige O2-Gegner_innen in die Halle rein und präsentierten sich dort der Presse.
Warum das Event-Ufo O2-World dort gelandet ist, können bis heute viele nicht nachvollziehen. Die Halle nervt die Anwohner_innen pentrant, sei es durch die flickernden Leuchtreklamen, durch den massiv angestiegenen Autoverkehr oder durch lärmig-alkoholisierte Gäste, die anschließend den Friedrichshainer Südkiez unsicher machen. Hinterher bleibt ne Menge Müll und Dreck, und ob es den überwiegend prekär beschäftigten Mitarbeiter_innen der Halle unterm Strich besser geht, darf auch bezweifelt werden.

Jetzt jährt sich die Eröffnung zum zweiten Mal – und das ist doch ein Grund zum Feiern!

Die Party(-Demo) beginnt am 10. September um 18 Uhr in der Revaler Straße, vor dem RAW-Tempel. Wir werden gemeinsam die umliegenden Kieze begehen, den bedrohten Projekten einen solidarischen Besuch abstatten und zum Abschluss vor die blöde Halle ziehen, um dort unseren Unmut – hoffentlich lautstark – zum Ausdruck zu bringen.

Da an diesem Tag das Berliner Intersquat-Festival beginnt, wollen wir unterwegs einige Flächen und Gebäude begutachten, die noch auf eine freundliche Aneignung warten, und überhaupt mit der Geburtstagsfeier einen kraftvollen und inspirativen Festival-Auftakt gestalten!

Bringt eure Vuvuzelas, Trillerpfeifen, Trommeln und was auch immer die Mauern der Halle erbeben lassen könnte, mit.

Seid viele – seid laut – seid unkontrollierbar…

Wir bleiben alle!

Wie wir hörten, soll an dem Abend ein Eishockey-Spiel in der Halle stattfinden: Es ist der erste Spieltag der neuen Saison. Wir werden also nicht allein auf weiter Flur sein, wenn wir an der Arena ankommen.

Das Shirt zur Aktion

Weil der Aktionstag im Juni nicht nur ziemlich gut war, sondern auch einiges an Ausgaben verschlungen hat, und weil die Berliner Polizei mal wieder meinte, freidrehen zu müssen, ein paar Leute zusammenzuschlagen und ihnen danach irgendwelche Verfahren wegen Landfriedensbruch, Widerstand etc.pp. anzudichten, also auch noch Kosten für Anwält_innen und womöglich Fiesigkeiten wie Strafgelder ausstehen, hat sich Mediaspree entern! zwischenzeitlich aufs Merchandising verlegt.

Einige werbe- und vertriebswütige Gesell_innen haben tage- und nächstelang Sieb und Rakel geschwungen, und heraus gekommen sind etwa 200 T-Shirts in den modischsten Farben, die ihr euch nur irgendwie vorstellen könnt.

Eine Premiere dieser feinen Haute Couture gab’s schon im Juli auf der Mega­spree-Parade, die Dinger gingen geradezu weg wie warme Schrippen – da wurde dann ganz schnell nachgesiebdruckt, um der reißenden Nachfrage überhaupt Stand halten zu können.

Erhältlich sind die Shirts in der NewYorck im Bethanien oder auch auf dem einen oder anderen Straßenfest in deiner Nachbarschaft (z.B. Weise-, Jessner- und wahrscheinlich auch Reichestraßenfest).

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