Einladung zu Fernprotest und Nahwiderstand

Von der Köpenicker Straße bis zum Spreeufer, zwischen dem Verdi-Klotz und der Eisfabrik befindet sich eine für Open-Air-Partys beliebte Brachfläche. Wer von der Köpi aus auf die Straße tritt, schaut direkt auf die Fläche. Obwohl das Tor zur Straße für gewöhnlich ein Stück offen steht, ist das Grundstück zur schmalen Nebenstraße hin, dem Bona-Peiser-Weg, martialisch abgesichert. Ein gut verankerter Bauzaun wird von zwei Stacheldraht-Schlangen gesäumt, eine innen, eine außen. Und es ist kein „normaler“ Stacheldraht, sondern gefährlicher NATO-Draht, der direkt neben der öffentlichen Straße herum liegt.

Nicht nur, dass wir es äußerst dreist finden, über Jahre und Jahrzehnte schöne Wiesengrundstücke einer angemessenen Nutzung durch Anwohner_innen entziehen zu wollen – die Anwendung einer derart gefährlichen Abschirmung droht auch früher oder später, Menschen oder Tiere zu verletzen. Und wer einmal in aufgespannten NATO-Draht gerät, kommt da nicht so schnell wieder heraus: Die Widerhaken und die scharfen Klingen können sich tief ins Fleisch einschneiden. Genau deswegen wird dieser spezielle Draht üblicherweise nur auf der Zaunkrone oder hinter Zäunen verlegt – obwohl auch hiergegen bereits erfolgreich vorgegangen worden ist.

„Nehmt dit Zeuch da wech!“

Es gibt zwei Wege, mit diesem Problem umzugehen: Den Zaun auf eigene Faust demontieren oder das Ordnungsamt des Bezirks auffordern, diese „Gefahr für die öffentliche Sicherheit“ (siehe § 3 Abs. 1 der Landesbauordnung Berlin) entfernen zu lassen. Der erste Weg bleibt jeder und jedem selbst überlassen, da wollen wir euch nicht reinreden. Für den zweiten Weg können wir ein vorformuliertes Anschreiben an den Bezirk anbieten (als PDF/DOC/ODT/RTF-Dokument).

Im Fall der Umsetzung per direkter Aktion wären wir über fotografische Dokumente dankbar. Im anderen Fall über den Hinweis an ms-entern(ät)riseup.net, damit wir mitbekommen, wieviele Schreiben beim Bezirk eintrudeln.