Was bitte ist eine „Lärmdemo“?!?

Für 15 bis 18 Uhr ist ja die eigentliche Aktionsphase für den Aktionstag vorgesehen. Natürlich könnt ihr auch zu anderen Zeiten gerne aktiv werden, auch an jedem anderen Tag im Jahr. Aber in dr Phase soll’s halt mal konzentriert werden, damit der Widerstand gegen Mediaspree und den kommerzielle Umbau der Stadt unübersehbar wird.

Damit er auch unüberhörbar wird, und damit alle nochmal eine gemeinsame Aktion zum Abschluss dieser Phase machen, ohne unbedingt nochmal alle an einem Ort zusammen kommen zu müssen, dafür haben wir uns die Idee der dezentralen Lärmdemo ausgedacht: Alle Leute gehen, wo auch immer sie ge­ra­de kurz vor 18 Uhr un­ter­wegs sind, mög­lichst nahe ans Spree­ufer und ma­chen da um Punkt 18 Uhr für ein paar Minuten ganz ge­hö­rig To­hu­wa­bo­hu, Kra­wall, Lärm eben.

Also bringt euch schon mal was mit, was dafür taugt, ob es nun die klassische Ratsche/Schnarre ist oder die Fußball-Tröte, ob es Trommeln sind oder scheppernde Bleche – vielleicht findet ihr ja auch noch etwas Feuerwerk vom letzten september, das ihr irgendwo bunkern könnt. (Damit bei ner Kontrolle erwischt werden, ist bestimmt nicht gut…) Auch der Klassiker Trillerpfeife kommt zur Lärmdemo bestimmt sehr gut zur Geltung.

Ein Sprecher von Mediaspree entern! beschrieb es bereits gegenüber Indymedia:

Wir werden alle dort ans Spreeufer gehen, wo wir gerade sind, zu unseren Lieblingsstellen oder den Objekten, die wir am stärksten ablehnen. Nun sind wir einige Minuten so laut wie möglich, veranstalten eine wütende Lärmdemo entlang der Ufer, die wir hiermit für uns alle einfordern. Nehmt Dinge mit, die laut sind und lasst euch zusätzliche Aktionen einfallen, spannt Transparente auf, klettert auf Gebäude oder springt in die Spree. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt: seilt euch von einer Brücke ab, bringt Soundsystems mit, kommt mit dem Boot vorgefahren oder lasst einen Luftballon mit eurer Forderung steigen. Im Anschluss daran bleiben wir an Ort und Stelle: wir bauen, basteln, lachen, tanzen und grillen in die Nacht hinein, haben Zelte und Decken dabei und freuen uns auf die nächsten Proteste. – Denn wir kommen wieder, keine Frage.