Archiv für April 2010

Schick: Siebdruck-Plakat

Jetzt tauchen auch noch andere Plakate zu Mediaspree entern! auf: Das erste Siebdruck-Plakat in Kleinserie nämlich. Schaut selbst (drauf klicken zum Vergrößern):

Plakate sind fertig!

In der NewYorck im Bethanien liegen jetzt drei große Stapel mit vielen, vielen gelbstichigen Plakaten. Die warten nicht nur darauf, in die heimische Plakatsammlung aufgenommen zu werden, sondern freuen sich sogar noch viel mehr, die ganze Stadt einzufärben. Brauchen nur ein paar Hände zur Unterstützung dafür…
Abgeholt werden können die Plakate immer, wenn der öffentliche Bereich der NewYorck geöffnet ist. Aber am besten natürlich z.B. beim offenen Treffen der AG Vorfeld-Aktionen, am Donnerstag (29. Mai) um 19 Uhr, oder beim nächsten Kampagnentreffen am Freitag, den 7. Mai auch um 19 Uhr.

Ansonsten: Kommt gut übers Wochenende, zeigt den ekligen Nazis, wo der Hammer hängt, und nutzt das geile Wetter auch mal dazu, Locations am Spreeufer für Aktionen auszukundschaften!

Was passiert am 5. Juni?

Am großen Mediaspree entern!-Aktionstag am 5. Juni wird es voraussichtlich zwei Demonstrationen geben, die am frühen Nachmittag jeweils von Kreuzberg und von Friedrichshain aus ans Spreeufer führen. Hier wird es den ganzen Tag über voraussichtlich zwei angemeldete Kundgebungen und mindestens einen Info-Punkt geben. Für den Wrangelkiez ist ein Straßenfest geplant. So ist der derzeitige Stand, ansonsten würden wir auf die ddp-Meldung von heute verweisen:

Die Initiatoren wollen nach eigener Darstellung am 5. Juni ungewollte Baustellen und leer stehende Gebäude besetzen. Das Aktionsbündnis rechnet mit einer breiten Beteiligung.

Wir benötigen dringend weitere Unterstützung, sowohl bei der Durchführung der Demos, bei den Kundgebungen als auch beim Straßenfest. Wollt ihr auf dem Straßenfest auftreten, Infostände betreuen, Aktionsbasteln anbieten, uns anderweitig unterstützen, habt ihr tolle Ideen oder wollt einfach nur mal reinschnuppern, seid ihr herzlich eingeladen! Sprecht uns bei einer unserer Info-Veranstaltungen an, kommt zu einem der offenen Treffen oder schreibt uns eine E-Mail an ms-entern(ät)riseup.net!

Ansonsten wollen wir herzlich zu den schon zahlreich stattfindenen Vorfeld-Veranstaltungen einladen. Wenn schon vor dem Aktionstag viele Menschen ihrer Wut auf Mediaspree kreativen Ausdruck verleihen, ist das natürlich auch wunderschön. Wir sehen uns am 1. Mai auf der Straße, am 8. Mai auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof, und hoffentlich auch das eine oder andere Mal am Spreeufer!

Auf zu neuen Ufern: Mediaspree entern!

Autoaufzüge am Treptower Spreeufer?

Wie ein aktueller Artikel bei Indymedia unter Bezug auf die Morgenpost und den Treptower Baustadtrat Rainer Hölmer (SPD) berichtet, soll ausgerechnet im Mediaspree-Gebiet noch ein sogenanntes CarLoft-Haus, also Luxus-Wohnungen mit Autoaufzug, entstehen, und zwar im Grenzgebiet Treptow-Friedrichshain-Kreuzberg. Zu den Luxuslofts soll auch gleich noch ein weiteres, wohl wieder einmal sehr teures, Hotel ans Spreeufer gebaut werden.

Das Gebäude soll in der Nachbarschaft der Twin Towers errichtet werden und nur wenig höher als diese Bauten werden. Ein Bebauungsplan werde dazu erarbeitet. Hölmer zufolge könnte 2011 Baustart sein.

„Nur wenig höher“ kann in diesem Fall übrigens eine ganze Menge heißen: Die „Twin Towers“ sind mit 18 Stockwerken immerhin rund 60 Meter hoch und garantieren so nicht nur eine enorme (und irgendwann vielleicht auch profitable) Ausnutzung des Grundstücks, sondern auch viel Repräsentativität für die sich dort einmietenden Unternehmen.

Mit unseren Vorstellungen über ein Spreeufer für Alle ist das nicht vereinbar. Vor allem sind diese aktuellen Baupläne ein deutliches Zeichen dafür, dass das Mediaspree-Projekt einfach wie gehabt weiter umgesetzt wird, wenn wir uns nicht dagegen wehren. Unser Aktionstag am 5. Juni kommt also genau zur richtigen Zeit – und sollte auch nicht das Ende, sondern der Anfang von neuen, wilden, wütenden Protesten sein!

Abriss-Alarm bei der Eisfabrik!

Berliner Eisfabrik: Rettet die Kühlhäuser!Seit vielen Jahren schon mischen sie auch bei Mediaspree versenken! mit, die Aktivisten von der BI zur Rettung der Eisfabrik in der Köpenicker Straße 40/41. Auf dem Gelände der Eisfabrik stehen vorne an der Straße ein Wohnhaus und hinten am Spreeufer das alte Gebäude, in dem früher die Eismaschine gearbeitet hat. Zwischen diesen beiden erstrecken sich die drei Kühlhäuser, in denen das produzierte Stangeneis eingelagert worden ist.

Die Eisfabrik gehört zu den ältesten noch erhaltenen, und die Kühlhäuser sind definitiv die ältesten. Deswegen steht das ganze Gelände auch unter Denkmalschutz. Das hat die TLG Immobilien (frühere Treuhand, inzwischen privatisiert) als Eigentümerin aber nicht davon abgehalten, das ganze Gelände in den letzten Jahren möglichst effektiv verrotten zu lassen. Auch Instandsetzungsverfügungen des Denkmalschutzamts waren jahrelang missachtet worden, auf einen wertsteigernden Abriss spekulierend. Tatsächlich hat das Amt dann einem Abriss der Kühlhäuser zugestimmt, wenn im Gegenzug die Maschinenhalle erhalten bleibt. Gegen diese Abrissgenehmigung, das skrupellose Profitstreben der TLG (sowie ihre fortwährenden Versuche, die MieterInnen des Wohnhauses zu vergraulen) wendet sich die BI, sie will die historischen Kühlhäuser retten.

Nun ist der BI zu Ohren gekommen, dass der Abriss Ende Mai losgehen soll. Deswegen wird es am 7. Mai um 18 Uhr eine Demo geben, beginnend vor der Eisfabrik.

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1000undein Termin

Die Vorbereitung auf den Mediaspree entern!-Aktionstag am 5, Juni läuft auf vollen Touren! Deswegen gibt es auch unglaublich viele Termine für die nächsten Wochen. Die komplette Übersicht gibt es auf der Termine-Seite. Und die nächsten Termine sind diese hier:

Sonntag, 25. April, 19.30 Uhr Heinrichplatz (Kreuzberg): Videokundgebung
Videoclips und diverse Infos rund um die Aktionstage Reclaim Tempelhof am 8. Mai und Mediaspree entern! am 5. Juni, um steigende Mieten, Umsonstläden und das Recht auf Stadt. Kommt zahlreich! (bei Regen: NewYorck im Bethanien)

Mittwoch, 28. April, 13 Uhr NewYorck im Bethanien: Kollektives Transpi-Malen
Gemeinsames Tranpi-Malen gegen MediaSpree und für den Aktionstag Media­spree entern! Bringt Stoffe und Farbe mit, wenn ihr noch was habt.

Donnerstag, 29. April, 19 Uhr NewYorck im Bethanien: Mediaspree entern – Aktionstreffen
Offenes Treffen der AG „Vorfeld-Aktionen“ für den Aktionstag Mediaspree entern! am 5. Juni. Auch Neueinsteiger_innen sind herzlich willkommen!

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Vorgeschmack auf Infotour

Am Sonntag gibt’s wieder eine kleine Fahrrad-Infotour zum Bau- und Planungsgeschehen sowie spannenden Hintergründen am Spreeufer. Letzten Samstag war das Südufer zwischen Michael- und Oberbaumbrücke in Mitte und Kreuzberg angesetzt gewesen, doch die anwesenden RadlerInnen wollten dann doch lieber zur Demo am Heinrichsplatz. Daher jetzt auf ein neues!

Sonntag 25. April, 15 Uhr Schillingbrücke geht’s los (S = Start)

Hier also ein Aperitif in kleinen Infohäppchen, worum es unter anderem gehen soll:

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Lernen von woanders: Planern das Handwerk legen

In Hamburg gab es gerade ein schönes Beispiel, wie mit sogenannten „Info-Veranstaltungen“ der offiziellen Politik und Planungsbehörden umgegangen werden sollte. Die Politiker wissen nämlich ganz genau, was sie wollen, und die BesucherInnen werden meist konsequent in ihre Rolle als Publikum gepresst, das gefälligst den „Experten“ ihr Podium nicht in Zweifel zu ziehen hat. Und wenn es angebliche Beteiligungsangebote gibt, die über die bloß Meinungsäußerung hinausgehen würden, dann sind dies sowieso praktisch immer nur „Partizipationshäppchen“, die dem Abspeisen aufkommenden Protests dienen.

Also nicht drauf eingehen, sondern selbst die Veranstaltung in die Hand nehmen. Aber nicht einfach ausbuhen und abbrechen, sondern selbst in die Hand nehmen und mit Partizipation von unten beginnen. Das dachten sich offenbar genügend Leute, als der Bezirk Altona für Dienstag letzter Woche (13.4.) zur Vorstellung von Planungen für die Fläche eines real-Markts einlud, der demnächst aufgegeben werden soll – eine alte Rindermarktshalle zwischen Schanzenviertel und Millerntorstadion. Und hier ein spannender Bericht, was dann aus der Veranstaltung wurde. Auch beim Recht-auf-Stadt-Bündnis gibt es einen Artikel dazu. Und der Bezirk reagiert, wie üblich, wenn Partizipation nicht in die richtige Richtung läuft: Er spielt seine Machtposition aus, die von der Lokalpresse gedeckt wird, und verleumdet den Protest und Ansätze zur selbstbestimmten Beteiligung: Alles gewalttätige Chaoten, Autonome halt, die man zukünftig ausschließen müsse.

Da hat jemand kapiert: Für die herrschende Politik ist es enorm wichtig, dass sie die Spielregeln bestimmt. wenn diese durch Proteste missachtet und grundlegend in Frage gestellt werden, wird lieber die Notbremse gezogen, da die Autorität gefährdet ist und der Fortgang des Verfahrens aus dem Ruder zu laufen droht.

„Stadt für Alle!“ – Keine Privatisierung am Spreeufer!

Mediaspree entern! ist Teil eines Bündnisses, das am vergangenen Donnerstag das Motto „Stadt für Alle!“ als verbindendes Element verschiedener stadtpolitischer Initiatven vorstellte, die allesamt gegen die Privatisierung städtischen Eigentums protestieren. Mit dabei sind auch Reclaim Tempelhof und Lifo übernehmen, wobei letztere Initiative sich kritisch mit der Privatisierungspolitik des Berliner Liegenschaftsfonds auseinandersetzt. Mehr zu „Stadt für Alle!“ könnt ihr bei einem Bericht auf dem Mietenstopp-Blog finden.

Plakatentwürfe fertig

Die ersten Plakatentwürfe für den Aktionstag sind fertig.
Hier findet ihr sie als Kopiervorlage in pdf.
Die Plakate werden nächste Woche gedruckt sein und die ersten daraufhin bald in den Straßen hängen.