Archiv für März 2010

Und erste Reaktionen

Ausgerechnet die Morgenpost und die FDP sind als erste außerhalb der üblich-verdächtigen linken Medien auf Mediaspree entern! aufmerksam geworden. Jedenfalls soweit, dass sie reagiert haben – auf ihre verquere Art natürlich: Die Morgenpost stellt sich doof an und mag nicht erkennen, was sich hinter den „störenden Event-Ufos“ am Spreeufer, die in der Pressemitteilung angesprochen worden waren, stecken soll, obwohl die Zeitung gerade mal einen Absatz später von den heftigen Protesten gegen die O2-Halle schreibt.

Und die notorisch Aufmerksamkeit suchenden Jungliberalen gehen auf die Falschmeldung der Morgenpost ein, echauffieren sich über böse Linke und beschwören gleich mal ein nahezu apokalyptisches Szenario für den 5. Juni herauf – da hat wohl jemand noch nicht genug vom 1. Mai?!?

Erste Pressemitteilung…

…nachgereicht, denn sie ging schon am 23. März raus: hier als PDF.

// Pressemitteilung //

5. Juni 2010: Auf zu neuen Ufern – MediaSpree entern!

Privatisierung verhindern, steigende Mieten stoppen, Spreeufer für Alle selber machen!

Unzählige Menschen haben in den letzten Jahren gegen die Mediaspree-Planungen protestiert: auf Demonstrationen und kreativen Aktionen, durch Farbbeutelwürfe und kaputtgegangene Fensterscheiben, mit Flugblättern und Kunstinstallationen. Im Sommer 2008 hat sich die überwältigende Mehrheit von 30.000 abstimmenden Menschen beim Bürger_innen-Entscheid in Friedrichshain-Kreuzberg gegen die Mediaspree-Planungen ausgesprochen.

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MS entern! Aktualisierter Aufruf

Und hier der Aufruf als pdf nochmal aktualisiert, mit dem Datum des Aktionstags (ja: 5. Juni!) drin und der Bitte an diverse Gruppen, Initiativen und Kiez-Örtlichkeiten, den Aufruf zu unterstützen.

Schnauze voll von Investorenlandschaften

Schon fast zwei Jahre alt, aber immer noch genauso aktuell: Das geniale Animationsfilmchen von Pappsatt, damals als Wahlwerbung zum Bürger_innenentscheid gebastelt:

…oder direkt bei vimeo anschauen.

Flyer für Vorbereitungstreffen 26.3.


…und hier nochmal in ganz groß, und hier in schwarz-weiß als Kopiervorlage.

Räume ermutigen zu Handlungen. Sie verbieten andere Handlungen.

Christoph Schäfer, als stadtpolitischer Künstler vor allem in Hamburg tätig (Park Fiction, Es regnet Kaviar), hat ein Buch geschrieben, nein: gemalt. Es heißt „Die Stadt ist unsere Fabrik“ und soll die ambivalente Geschichte der Stadt als Ort der Inszenierung und der Veränderung beschreiben. Und in diesem Fall soll es auch um revolutionäre Veränderung gehen, im Sinne Henri Lefbvres „Revolution der Städte“.

Buchpräsentation in Berlin:
Mittwoch, 24. März, 20:30 Uhr, Pro QM, Almstadtstraße 48-50 (Mitte)

MS-entern-Vorbereitung läuft an


Am Freitag Abend trieb es rund 80 interessierte Personen in die RAW-Theaterlounge, wo die Idee zu einem Aktionstag „Mediaspree entern!“ vorgestellt und diskutiert wurde. Der Aktionstag soll am 5. Juni stattfinden, d.h. an diesem Tag wird es eine angekündigte vielfältige Aneignung der Spreeufer und umliegender Orte stattfinden. Diese Idee fand großen Beifall, das war spürbar.

Anknüpfen können wir dabei an eine spannende und bunte Geschichte widerständiger Aktionen gegen Mediaspree, angefangen mit dem transgenialen CSD 2006 über zahlreiche Kiezspaziergänge und die Proteste zur O2-Hallen-Eröffnung bis hin zur berühmten Spreeblockade kurz vor dem Bürger_innenentscheid – um nur einmal ein paar der größten Highlights zu nennen.

Im RAW setzte sich im Anschluss an die eigentliche Veranstaltung noch eine kleinere Gruppe zusammen, um zusammen Ideen für den Aktionstag und für die Mobilisierung zu spinnen und auszutauschen. Am Freitag, den 26. März um 19 Uhr soll es ein nächstes Vorbereitungstreffen im Südflügel des Bethanien geben, zu dem alle Interessierten herzlich eingeladen sind.

Flammende Rede: Glas brennt nicht, schade!

Tobias Kunze über Mediaspree auf dem Kreuzberg Slam am 1. September ’09:

..und hier der Direktlink zu youtube

Indymedia-Beitrag

Hier gibt es einen Artikel auf Indymedia als Vorfeld-Berichterstattung für die Veranstaltung heute abend 19 Uhr in der RAW-Theaterlounge.

Ein Aufruf in vielen Worten…

…als PDF-Dokument oder gleich hier zum Lesen:

Auf zu neuen Ufern –
Mediaspree entern!

Spreeufer für Alle selber machen! Privatisierung verhindern! Steigende Mieten stoppen.

Unbeeindruckt vom vielfältigen und bunten Protest der letzten Jahre sind die an hohen Profiten interessierten Unternehmen mit Unterstützung der politisch Verantwortlichen weiter dabei, ihre Planungen für das Spreeufer in Friedrichshain und Kreuzberg, Treptow und Mitte, das ehemalige sogenannte Mediaspree-Gebiet, voranzutreiben: noch mehr schicke Hotels, noch mehr Konzernzentralen, noch mehr Einkaufszentren, noch mehr Luxuswohnungen. Der bisherige Protest hat offensichtlich noch nicht gewirkt. Deswegen kommt alle zum Aktionstag im Sommer 2010: „Auf zu neuen Ufern – Mediaspree entern!“

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